Auf der StuPa-Sitzung vom 29. April 2012 wurde nach sechs Jahren wieder ein explizit politischer AStA gewählt und damit die Herrschaft des Juso-LHG-Service-AStAs beendet. Die Koalition aus CampusGrün, Regenbogen/AL, Geisteswissenschaftenliste, pirat*inn*en und offene Liste und dem SDS* konnte unter Tolerierung des Bündnisses für Aufklärung und Emanzipation (ListeLinks, harte zeiten und Fachschaftsbündnis) die absolute Mehrheit aller Parlamentarier*Innen auf sich vereinigen.

Nach zahlreichen Versuchen der rechten Seite des StuPas, die Wahl zu verhindern bzw. hinauszuzögern (u. a. durch zahllos aneinander gereihte Fraktionspausen), konnte in einer Mammutsitzung von über 12 Stunden der diesmal dreiteilige Vorstand und die acht Referent*Innen der AStA-Koalition auf Basis eines 31-seitigen Koalitionsvertrages gewählt werden.

Als völlig neu formiertes Referat wurde aus dem bisherigen CampusLeben-Referat, das für Kultur à la Pokerturniere und den rassistischen 10.000€-Imagefilm verantwortlich war, das Referat für Politische Bildung, Kultur und Kritische Wissenschaft geschaffen. Damit wird Kultur wieder eingebettet in gesellschaftliche Verhältnisse, mit denen sie sich kritisch auseinander setzen muss, um nicht die bestehenden Verhältnisse der Konkurrenz und Profitmaximierung zu stützen.

Weitere Schwerpunkte der neuen AStA-Koalition sind die Demokratisierung der Hochschulen (Novellierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes), ein radikaler Umbau des Bachelor-Master-Systems (dies academicus), eine Stärkung der teilautonomen Referate (Wiedereinführung des Frauen*-Referats) und das aktive Eingreifen in gesellschaftliche Entwicklungen (Rückeroberung des Allgemeinpolitischen Mandats).

Die neue Devise soll außerdem lauten:

Nicht Politik FÜR Studierende wollen wir machen, sondern GEMEINSAM MIT EUCH!

Den vollständigen Koalitionsvertrag findet ihr hier zum Download:

http://www.sds-uhh.de/wp-content/uploads/2012/05/Koalitionsvertrag-für-einen-politischen-AStA.pdf

Auf der nächsten Sitzung des Studierendenparlaments am 10. Mai 2012 (Beginn: 19.45 Uhr) wird die AStA-Koalition aus dem Koalitionsvertrag ein Arbeitsprogramm als Antrag einreichen, das dann dort diskutiert und verändert werden kann. Daher laden wir alle Studis dazu ein, zu dieser hochschulöffentlichen Sitzung zu kommen, sich einzubringen, mitzudiskutieren und damit die Richtung des neuen AStAs mitzugestalten.

Generell gilt nun, der AStA-Trakt soll wieder ein Ort politischen Engagements und Austauschs sein. Wenn ihr also Ideen, Probleme oder andere Anliegen habt, schaut doch im AStA vorbei, trefft dort auf andere Aktive und lasst uns gemeinsam Aktionen und Projekte durchführen.

Bei der Wahl zum Studierendenparlament (StuPa) der Universität Hamburg wurde im Januar diesen Jahres bekannt, dass es in Studierendenwohnheimen zur Entwendung von Briefwahlunterlagen gekommen ist. Dies fiel auf, als die betroffenen Studierenden an der Urne wählen wollten und ihnen mitgeteilt wurde, dass dies aufgrund bereits eingegangener Briefwahlunterlagen nicht mehr möglich sei.

Als klar wurde, dass von diesen Vorgängen explizit zwei Wohnheime betroffen sind, entschied sich die Wahlleitung (das Präsidium des StuPas), alle 94 Briefwahlstimmen, die aus diesen Wohnheimen eingetroffen sind, auszusortieren. Die betroffenen Studierenden erhielten die Möglichkeit zur erneuten Stimmabgabe. Da nach unserem derzeitigen Kenntnisstand die Wahl bisher nicht angefochten worden ist, gilt sie als legitim und rechtsgültig.

Wir als SDS* erachten die Verfasste Studierendenschaft als eine erkämpfte Möglichkeit der Studierenden, ihre Interessen selbstorganisiert und eigenständig zu vertreten. Die Wahlen zum Studierendenparlament sind dabei das demokratische Mittel und somit Grundlage zur Verwirklichung dieser Interessenswahrnehmung. Wenn, wie jüngst geschehen, durch Manipulationen bei den Briefwahlunterlagen der Versuch unternommen wird, den Wahlausgang zu verfälschen, sehen wir darin einen Angriff auf die inneruniversitäre Demokratie und demokratische Prinzipien als solches. Diesem Angriff muss durch lückenlose Aufklärung unter Berücksichtigung der Faktenlage begegnet werden.

In diesem Zusammenhang halten wir das Vorgehen des StuPa-Präsidiums bei der Parlamentssitzung vom 19.04.2012 für fragwürdig. Obwohl es gleichzeitig auf die Unschuldsvermutung hinwies, hat das Präsidium durch die Veröffentlichung der Ergebnisse der aus dem Verkehr gezogenen Stimmen unserer Ansicht nach Spekulationen Vorschub geleistet, von denen wir ausdrücklich Abstand nehmen.

Insgesamt drängt sich jedoch leider der Verdacht auf, dass der versuchte Wahlbetrug politisch instrumentalisiert wird.

Die aktuellen Vorkommnisse zeigen uns erneut, wie notwendig es ist an der Universität unseren Kampf für eine demokratische Gesellschaft fortzusetzen.

 

Wenn Sprache tatsächlich entlarvt, dann steht es schlecht um die Entschuldigung des Daniel Oetzel.  Oder auch: Setzt eine Entschuldigung nicht Einsicht voraus?

Daniel Oetzel erklärt, dass er „ ein weiteres Mal Stellung beziehen“ möchte. Er möchte das, „nachdem [die] […] persönliche Erklärung [in] der letzten StuPa-Sitzung für Aufregung gesorgt hat“. Möchte er das denn nicht auch, weil es falsch war Frauen* mit Nazis gleichzusetzen? Eine offene Frage.
Offen deshalb, weil er weiterhin den Terminus „Vergleich“ benutzt. Doch es ging nie um den Vergleich – sondern um die Wirkung als Gleichsetzung. Genau das sagte die Kritik. Und genau das könnte noch immer nicht eingestanden sein – das legt die Formulierung nahe, der wir uns jetzt nähern.

Jedwede Gleichsetzung mit „Nationalsozialisten oder Neonazis“ ist mindestens faschismusverharmlosend und falsch. Doch nur gruppenbezogen wird daraus auch Diskriminierung. Daniel Oetzel schießt mit seiner Formulierung weit über das Ziel hinaus – und damit daneben, indem er erklärt, dass allein „jedweder Vergleich, der – in welchem Maße oder Verhältnis auch immer – Nationalsozialisten oder Neonazis beinhaltet, diskriminierend und fehlgeleitet zugleich“ ist.

Dabei offenbart sich bei ihm nicht nur ein heikles Verständnis von Diskriminierung. Seine Entschuldigung wirkt dadurch auch eher wie das übertriebene Eingeständnis in einen Teil der Vorwürfe – und damit als Karikatur der Kritik.

Angesichts der erhobenen Vorwürfe bleibt es völlig unzureichend, dass die inhaltliche Positionierung nicht weiter ausgeführt wird und sich die Begründung auf die Worthülsen des „Bewusstsein der deutschen Geschichte“ und auf die „daraus resultierende[...] Verantwortung unserer Gesellschaft“ beschränkt. Diese Worthülsen hätten mit Leben gefüllt werden müssen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Daniel Oetzel im Studierendenparlament sowohl den Neonazi-Aufmarsch in Dresden als auch die Gegendemonstration als verständliche Positionen bezeichnet hat.
Erschreckend ist, dass allein das Streichen der beiden Wortgruppen „der deutschen Geschichte“ und „ Nationalsozialisten oder Neonazis“ ausreichen würde, um jegliche inhaltliche Ebene verschwinden zu lassen.

Dabei mangelt es der „Entschuldigung“ vor allem daran: an Inhalt. Das zeigt sich unter anderem dadurch, dass Daniel Oetzel im Einklang mit der vorliegenden Entschuldigung völlig widerspruchsfrei von nun an Frauen* eben mit z.B. Katholiken gleichsetzen könnte (wie es auch schon von anderen Menschen in „Spaß“-E-Mails durch die Forderung einer Katholiken-Vollversammlung getan wird). Daniel Oetzel bringt einen zentralen Punkt nicht zur Sprache, obwohl er implizit behauptet das „diskutierte[...] Problem“ nun in „volle[r] Tragweite“ „erfasst“ und „reflektiert“ zu haben. Er bringt nicht zur Sprache, dass man das Frau*-Sein, dass als Frau gelesen und als Frau* diskriminiert zu werden, nicht ablegen kann. Doch genau in diesem Punkt besteht der zentrale Unterschied, der benannt werden muss.

Am Ende steht es gar nicht im Vordergrund, ob es ihm wirklich leid tut. Sondern es sollte im Vordergrund stehen, dass er umfassend alle problematischen Aspekte seiner Äußerungen ernsthaft revidiert.
Doch er schreibt: „Unter diesen Voraussetzungen waren meine Ausführungen weder geeignet, die Debatte zu beenden, noch in der Lage, die von mir verursachten Kränkungen und Diskriminierungen zu entschulden.“. Fraglich ist, um welche Voraussetzungen es sich handelt. Problematisch ist, dass diese Formulierung bedeutet, dass es Voraussetzungen geben könne, unter denen seine Äußerungen geeignet gewesen wären. Wie soll das gehen, wenn sie doch „fehlgeleitet“ sind?
Wo ist die Einsicht?
Entlarvt Sprache tatsächlich?

Aus oben genannten gründen lehnen wir die “Entschuldigung” ab und fordern Daniel Oetzel erneut auf, von seinen Mandaten im AStA und Studierendenparlament zurückzutreten. Solche Positionen dürfen in der Verfassten Studierendenschaft keinen Platz haben. Außerdem sind auch Menschen und Strukturen, die solche Positionen schützen und stützen, stark zu kritisieren. Die Solidaritätsbekundung von David Fürcho (AStA-Vorsitzender, Jusos) an Daniel Oetzel, er werde diesen in keinem Fall von seinem Referentenposten im AStA abberufen, zeigt, dass auch hier entweder die Positionen Oetzels nicht wirklich begriffen wurden oder aktiv gestützt werden. In jedem Falle reicht es lange nicht aus, einfach nur Oetzel aus dem AStA zu werfen.

Anhang:

Persönliche Erklärung des HoPo-Referenten Daniel Oetzel (WARNUNG: Nicht triggerfreier Inhalt)

Entschuldigung des Hopo-Referenten Daniel Oetzel

 

Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist
Block Dresden 2012 – Infoveranstaltung an der Uni Hamburg
31.01.2012 19:00
T-Stube (Im Pferdestall, Allende-Platz 1)

In den vergangen zwei Jahren ist etwas gelungen, das viele für unmöglich gehalten hatten: Ein breites Bündnis aus Antifagruppen, lokalen Initiativen und Aktionsgruppen, Gewerkschaften, Parteien und Jugendverbänden, sowie zahlreichen weiteren Organisationen und Einzelpersonen haben gemeinsam den größten Naziaufmarsch Europas in Dresden erfolgreich blockiert. Tausende Nazis konnten ihr eigentliches Ziel, mit einer Großdemonstration ihre menschenverachtende Ideologie zur Schau zu stellen, nicht erreichen.

Mit dem Aufmarsch im Februar versuchten die Nazis in den vergangenen Jahren, an das Gedenken an die Bombardierungen Dresdens im Februar 1945 und den damit einher gehenden Mythos der „unschuldigen Stadt Dresden“ anzuknüpfen. Auch durch Ignorieren und Wegschauen seitens der Stadtverwaltung und eine mangelnde Entschlossenheit großer Teile der Dresdner Zivilgesellschaft konnte dieser Termin zu Europas größtem Naziaufmarsch werden. Doch die Dynamik der Aufmärsche ist gebrochen. Zu verdanken ist dies insbesondere dem entschlossenen Handeln von den Menschen, die mit Massenblockaden den Marsch der Nazis verhinderten.

„Sagen, was man tut, und tun, was man sagt“ – durch dieses Motto war das Handeln der letzten Jahre geprägt. Dabei bleibt es! Uns eint das Ziel, den Naziaufmarsch durch Massenblockaden zu verhindern. Unser Ziel ist dabei nicht die Auseinandersetzung mit der Polizei. Wir sind entschlossen, den Naziaufmarsch zu blockieren – von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.

„Unsere Vielfalt ist unsere Stärke“ – das war unser Credo der letzten Jahre. Dabei bleibt es! Auch wenn AntifaschistInnen in den letzten Monaten vermehrt mit staatlichen Repressionen überzogen wurden und versucht wurde, das breite Bündnis mittels der Extremismustheorie von Außen zu spalten, setzen wir unsere Solidarität entgegen. Wir lassen uns nicht spalten. Ziviler Ungehorsam ist unser Recht, unsere Blockaden sind legitim!.

Auch 2012 werden wir den Naziaufmarsch in Dresden blockieren. Die Mordserie der in Sachsen untergetauchten Nazis zeigt einmal mehr, wie wichtig entschlossenes antifaschistisches Handeln ist. Antifaschistisches Engagement darf nicht kriminalisiert, sondern muss unterstützt werden. Jahrelang sind Anschläge, Nazigewalt und Waffenfunde in der Naziszene bagatellisiert worden. Schluss damit!

Wir geben den Nazis keinen Meter Straße preis. Wir blockieren sie in Dresden: bunt und lautstark, kreativ und entschlossen!

Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

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Es wird wie in den letzten Jahren mehrere Busse geben, die uns am 18.2 aus Hamburg nach Dresden fahren. Buskarten gibt es bei Infoveranstaltungen und im Asta-Infocafe.

Orga: AStA Uni HH, Avanti Hamburg, Campus Grün, Pirat*innen, Regenbogen/Alternative Linke, SDS, T-Stube

Seit heute Nacht stehen die Ergebnisse der StuPa-Wahl fest.

GeiWi-Liste 3 Sitze (-1)

Liste Links 3 Sitze (+1)

MIN-Liste 3 Sitze (+3)

Fachschaftsbündnis 1 Sitz (+/-)

SDS 3 Sitze (+/-)

Mediziner-Liste 3 Sitze (+1)

WiWi-Liste 3 Sitze (-1)

EPB-Liste 2 Sitze (+/-)

Jura-Liste 2 Sitze (+/-)

pirat*inn*en 2 Sitze (+2)

RCDS 2 Sitze (+1)

Campus Grün 7 Sitze (+/-)

Harte Zeiten 1 Sitz (-1)

Regenbogen 5 Sitze (-1)

Jusos 7 Sitze (+/-)

LHG 0 Sitze (-1)

Damit besteht das neue Studierendenparlament aus 15 Listen (letztes Jahr waren es 14). Neu dieses Jahr sind die pirat*inn*en und die MIN-Liste. Wir konnten unser Ergebnis von 3 Sitzen halten. Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) bleibt unter der 2,5% Hürde und fliegt somit als einzige Liste wieder aus dem Studierendenparlament heraus.

Zusammensetzung des neuen StuPa

 

 

Die Auszählung der Stimmen zur Wahl des Studierendenparlaments kann mit einer Woche Verzögerung nun am 27. Januar ab 18 Uhr stattfinden. Ausgezählt wird vorraussichtlich in der “Schweinemensa”.  Aufgrund von Unregelmäßigkeiten bei der Briefwahl, musste die Auszählung der Wahl am 20. Januar abgesagt werden. In den von den Unregelmäßigkeiten betroffenen Wohnheimen werden diese Woche Urnen aufgestellt, so dass alle Betroffenen ihre Stimme nun direkt in ihren Wohnheimen abgeben können.

Auszählung der Stimmen zur Wahl der Studierendenparlaments

Freitag, 27. Januar

18 Uhr

Mensa Studierendenwerk (“Schweinemensa”)

Nachdem bereits das Präsidium der Universität Hamburg es abgelehnt hatte eine Einladung zur Frauen*vollversammlung über STiNE zu versenden, hat heute Uni-Präsident Dieter Lenzen diese Ablehnung nochmal bestätigt.

Deshalb möchten wir an dieser Stelle noch einmal auf die Frauen*vollversammlung hinweisen, die morgen (19.01.2012) im Anna-Siemsen Hörsaal (VMP 8 ) um 14 Uhr stattfinden wird.

Liebe Studierenden,

auf Grund von Ungereimtheiten in der Briefwahl können die Ergebnisse der StuPa-Wahl erst anfang/mitte Februar bekannt gegeben werden. So wurden scheinbar in mindestens zwei Wohnheimen Briefwahlunterlagen entwendet und mit diesen abgestimmt. Wenn ihr davon betroffen seid, könnt ihr dennoch im Büro des Stupa-Präsidiums eure Stimme abgeben. Alle anderen Betroffenen bekommen neue Briefwahlunterlagen per Einschreiben zugeschickt.

Unipräsidium der Uni Hamburg erschwert Frauenvollversammlung

Vor drei Jahren wurde das teilautonome Referat, in dem sich Frauen organisiert haben, vom AStA abgeschafft. Nun haben sich Frauen an der Uni Hamburg erneut organisiert. Sie fordern die Wiedereinrichtung eines teilautonomen Referats für Frauen. Ein Raum für die Organisation von Frauen ist dringend notwendig.

Einen weiteren Beweis liefert das Vorgehen des Unipräsidiums. Dieses wurde vom Präsidium des Studierendenparlaments (Stupa) aufgefordert, den Aufruf zu einer studentischen Frauenvollversammlung über das uniinterne, Onlinenetzwerk Stine zu verschicken. Mit Stine werden alle Studierenden der Uni erreicht. Vor vier Woche veröffentlichte das Stupa-Präsidium den Aufruf. Zwei Tage vor dem Zeitpunkt der Frauenvollversammlung schickte das Unipräsidium erst auf Nachfrage die Ablehnung. Die Einladung könne nicht über Stine verschickt werden, teilte das Unipräsidium mit. Der Grund sei, einzelnen Gruppe könne die Verschickung nicht ermöglicht werden, da es sonst zu viele Stine-Mitteilungen geben könnte.

Frauen sind nicht irgendeine Gruppe. Frauen sind täglich Diskriminierung ausgesetzt, auch an der Uni Hamburg. „Die Ablehnung des Unipräsidiums ist Ausdruck der frauen* diskriminierenden Gesellschaftsstruktur.“, sagte eine Aktive. Räume für die Organisation von Frauen müssen ermöglicht und nicht bekämpft werden. „Wir fordern das Unipräsidium auf, den Aufruf umgehend zu verschicken.“, ergänzt eine andere Aktive. Die Mobilisierung zur Vollversammlung wird mit der Ablehnung ein weiteres Mal extrem erschwert. Das Unipräsidium verleugnet mit der Begründung, die herrschende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Diese muss aber Infrage gestellt und bekämpft werden. Dafür brauch es dringend ein teilautonomes Referat für Frauen in der Verfassten Studierendenschaft. Durch diese Ablehnung lassen sich die Aktiven nicht aufhalten, am Donnerstag, 19.1.2012, wird im Anna-Siemsens-Hörsaal (VMP8) um 14.00Uhr eine uniweite, studentische Frauenvollversammlung stattfinden.

Nachdem der AStA-Referent für Hochschulpolitik in einer AStA-Sitzung im Dezember bereits Nazis mit Frauen gleichgesetzt hat, hat er dies am 12.01.2012 in einer persönlichen Erklärung im Studierendenparlament auf reaktionäre, sexistische, rassistische und faschismusverharmlosende Weise bekräftigt. So müsse, wenn es Frauen erlaubt werde zu einer Vollversammlung einzuladen, dies auch Nazis erlaubt sein. Diese Aussage hat er in seiner persönlichen Erklärung weiter ausgeführt, die wir, sobald sie verfügbar ist, zugänglich machen.

Wir fordern darum Daniel Oetzel (Liberale Hochschulgruppe – LHG) auf, sofort von seinen politischen Ämtern im AStA und im Studierendenparlament zurückzutreten. Sollte er der Aufforderung nicht nachkommen, fordern wir den AStA-Vorstand auf, ihn von seinem Referent*Innenmandat abzuberufen.

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