Jan 072016
 
Platzbesetzung des "Puerta Del Sol" 2011 in Madrid, Quelle: AFP PHOTO/ DANI POZO

Platzbesetzung des “Puerta Del Sol” 2011 in Madrid, Quelle: AFP PHOTO/ DANI POZO

Nach den Parlamentswahlen in Spanien am 20.12.2015 ist das korrupte Zwei-Parteien-System aus neoliberalen Sozialdemokraten (PSOE) und Konservativen (PP) politisch implodiert – und deren Austeritätspolitik der letzten Jahre gleich mit. Während die PP 16 Prozentpunkte (3,7 Mio. Stimmen) verliert, kommt die linke Alternative PODEMOS neu auf 20,6%. Schon bei den Kommunalwahlen im Mai 2015 wurde deutlich, dass die massiven sozialen Proteste der letzten Jahre auch in den Wahlen nachvollzogen werden: In den größten Städten wurden Menschen aus den sozialen Bewegungen mehrheitlich in Parlamente und Rathäuser gewählt. Seit bspw. die Aktivistin Ada Colau Bürgermeisterin von Barcelona ist, sind zum ersten Mal die Gedenkfeiern zu Francos Tod verboten worden, wurde die Kandidatur für Olympia 2026 zurückgezogen und Leerstand ist zu Sozialwohnungen und sozialen Zentren zwangsumgewandelt worden.

Ob die Selbstorganisierung der hunderttausenden von Zwangsräumung betroffenen Menschen, die selbsternannte „weiße Flut“ von Krankenhauspersonal, Patient*Innen und Migrant*Innen für eine öffentliche, inklusive Gesundheitsversorgung oder die Marchas de la Dignidad mit millionfacher Beteiligung, sie alle eint ein Ziel: Gegen die Inwertsetzung jeder Facette von Mensch und Natur durch neoliberale Austeritätspolitik soll die soziale, ökologische und friedliche Entfaltung menschlichen Lebens erkämpft werden unter demokratischer Beteiligung aller. „Ich denke die Gesellschaft hat nach den langen Jahren des Konsumismus und der Vereinzelung in dieser Hinsicht viel gelernt. Lange ist Politik, wenn überhaupt, nur als Verwaltungsproblem von Einzelnen behandelt worden. Man hat ignoriert, dass es um entgegengesetzte soziale Interessen geht. Ich denke, wir haben verstanden, dass Verantwortung nicht wegdelegiert werden darf.“ (Ada Colau, 2014, Mitgründerin des Netzwerks für von Hypotheken Betroffene PAH)

Die soziale Alternative zum anti-sozialen Neoliberalismus zu bilden und durchzusetzen ist nicht nur in Spanien aktuell und heiß umkämpft. Mit „Bologna“ und „Unternehmerischer Hochschule“ wurde den Hochschulen eine neoliberale Rosskur verordnet: fortan sollte Studium ausschließlich die Erlangung von „arbeitsmarktrelevanten Qualifikationen der europäischen Bürger“ sein (Bologna-Erklärung 1999). Das Hochschulsystem sollte komplett dem Ziel unterworfen werden, zum „wettbewerbfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt“ (Lissabon-Strategie der EU 2002) beizutragen. Doch der generelle Legitimationsverlust der neoliberalen Predigten ist auch im Wissenschaftsbereich erreicht worden: die studentische Bewegung erkämpft(e) über den Bildungsstreik 2009, die bundesweite Abschaffung der Studiengebühren und fundamentale Bachelor-Master-Kritik und praktizierte -Alternativen die mehrheitliche Ablehnung von „Bildung als Ware“ und „Studierende als Konsument*Innen“ und die Befürwortung kritischer Wissen- schaft. Doch die institutionelle Deformation wirkt (noch) weiter nach. Die Verantwortung für gesellschaftliche Verbesserungen  insbesondere der Hochschule – darf nicht von uns wegdeligiert werden. Das hat – wie Spanien zeigt – für weitere Reformen und dynamische Aufbrüche hohe Bedeutung.

Die aktuellen Wahlen zum Studierendenparlament (Urne vom 11.-15.01.2016) und Akademischen Senat (Brief bis zum 18.01.2016) finden also in dieser weltweiten Auseinandersetzung statt: Wird die Krise tendenziell nach links beantwortet und human gelöst (wie aktuell in Spanien, Griechenland oder im Hamburger Olympia-Referendum) oder soll die Konkurrenz um die künstlich verknappten Mittel weiter von rechts verschärft werden (wie aktuell noch in Frankreich oder Polen)? Die aufgerufenen Etappenerfolge zeigen die Richtung an: Wenn wir uns für die solidarische Alternative zusammentun, haben wir nichts zu verlieren als unsere Ketten, und eine Welt zu gewinnen. Dieser progressiven Auffassung muss auch in den aktuellen (Uni-) Wahlen Ausdruck verliehen werden.

Flyer als PDF gibts hier

Mrz 282015
 

Die politische Wende, die von der griechischen Wahl am 25. Januar eingeleitet wurde, naht heran wie ein reißender Fluss in ganz Europa – in Spanien, Irland und anderswo. Diese politische Wende ist nicht aufzuhalten, denn der Grund ihrer Entstehung ist das große soziale Unrecht, das scharfe soziale Gefälle und das dringende Bedürfnis der Völker Europas atmen zu können.“ Alexis Tipras, griechischer Ministerpräsident, in seiner Rede „Sie machen uns keine Angst“ zur Verabschiedung des Gesetzentwurfs zur Bewältigung der humanitären Krise im griechischen Parlament.

Alexis Tsipras baut auf den Humanismus, mit dem aktuell eingetreten wird für die würdevolle Entwicklung der Gesellschaft mit öffentlichen Bildungseinrichtungen für alle, ein wirkliches Gesundheitswesen, eine soziale Daseinsvorsorge und blühende Kultureinrichtungen. Mit dieser Oppositionspolitik für die Lösung der humanitären Krise wird der neoliberalen Ideologie von „There is no alternative!“ (TINA) das Ende bereitet. Das bringt die Herrschenden in Bedrängnis. „Sodann erzählte Kauder von einem Gespräch mit dem portugiesischen Botschafter in Berlin. Der habe ihm gesagt, Ausnahmeregelungen und Zugeständnisse in Athen würden es der Regierung in Lissabon unmöglich machen, ihrer eigenen Bevölkerung zu erklären, im Zuge der Euro-Rettung „Opfer auf sich zu nehmen“.“ Günter Bannas: „Merkels europapolitisches Pathos“, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.03.2015.

Die Ambitionen des Humanismus, das „Denken und Handeln im Bewusstsein der Würde des Menschen“ (Duden), sind also so überzeugend, dass dessen Wirkkraft mit allen Mitteln zu bekämpfen versucht wird. Die brutalen Mittel der Austeritätspolitik, die zu Massenarmut, erhöhter Suizidrate, kaputter öffentlicher Infrastruktur, zum Ausbluten des Sozialstaats und zur Zerstörung von Bildungs-, Gesundheits-, und Sozialeinrichtungen führt, werden mit dem massenhaften Eintreten für eine soziale Perspektive aber zunehmend in Frage gestellt – in Athen, in Madrid, in Frankfurt. Die Enge des Neoliberalismus wird also politisch, praktisch und subjektiv durchbrochen.

Auch an der Uni Hamburg kann das unternommen werden: Statt der Enge des neoliberalen Bachelor-Master-Terrors durch Leistungspunktejagd, Modulhäppchen und Masterplatz-Konkurrenz zu entsprechen, setzen wir uns mit den „großen Fragen“ unserer Zeit – soziale Gleichheit und Frieden – auseinander. Statt ein Härtefall zu sein, weil den Leistungsanforderungen nicht entsprochen wird, tauschen wir uns über das krankmachende Bologna-Studieren aus, für die Veränderung. Statt isoliert den Ansprüchen der Leistungsgesellschaft (vermittelt durch Arbeitsmarkt, Eltern, Professor) zu genügen, assoziieren wir uns gemeinsam für menschenwürdige Entwicklung.

An dieser Universität haben wir mit der Verfassten Studierendenschaft (Fachschaftsräte, Studierendenparlament und AStA) als erkämpfter Zusammenschluss solidarischer Interessensvertretung die Möglichkeit, gemeinsam einzugreifen für progressive Verbesserungen. Lasst uns atmen!
“Das mußte verändert werden. Raus aus der Isolation.
Später, als er in seiner Mansarde saß, hatte er daran gedacht, wie oft sie das gesagt hatten: verändern und befreien. Vielleicht hatten sie es auch gar nicht so oft gesagt und er bildete es sich nur ein. Aber er hatte an dem Abend im Cosinus diese Worte zum erstenmal mit einer neuen Bedeutung gehört. Er hatte das Gefühl gehabt, als löse sich ein Erstarrung langsam auf, die er früher nicht einmal bemerkt hatte [...]Sie konnten unglaublich ernst und konzentriert miteinander diskutieren und im nächsten Moment wie die Kinder herumalbern, um dann sogleich wieder genauso ernst wie vorher weiterzudiskutieren. Beides gehörte zusammen, das löste sich nicht ab, wie Ullrich zunächst gedacht hatte, sondern das eine ging aus dem anderen hervor.”
Uwe Timm, Heißer Sommer, Roman, 1974.

Flugblatt als PDF hier

Plenumsschwerpunkte

13.04.  Semestereinstieg

20.04.   Kurzfilm und Diskussion über Aktualisierung der Kämpfe: 1968

18.05. Input und Diskussion „Marxistische Ökologie“

Dez 022014
 

UmwälzungenDas aktuelle Bachelor-Master-System soll als Erziehung zu Konformität mit ökonomisch verwertbarem Studieninhalt davon abhalten, die gesellschaftlichen Probleme zu bearbeiten. Das macht krank und führt in eine Sackgasse. Das System soll uns nahe legen: Wenn du dich nur genügend anstrengst, leistest und dich anpasst,  wirst du es schon schaffen. Jeder sei also seines Glückes Schmied? Insbesondere in der (Vor-)Weihnachtszeit kommen dazu auch noch die nervigen Fragen der Verwandten, wie es denn so mit dem Studium laufe und welche Pläne man für „später“ habe.

Das Problem ist, dass Hipster und Studenten, oder wie man sie nennen will, sich und ihre Probleme nicht ernst nehmen. Ich fände es total interessant zu erfahren, was es für jemanden aus diesem Umfeld bedeutet, dem Jeder-ist-seines-Glückes-Schmied-Diktat ihrer Eltern zu entsprechen.” Maxim Drüner in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 23.11.2014.

Das Jeder-ist-seines-Glückes-Schmied-Diktat des neoliberalen Kapitalismus bedeutet für immer mehr Studierende “depressive Verstimmung”, was die Psychologische Beratung der Uni Hamburg in ihrem Jahresbericht als häufigsten Konsultationsgrund benennt. Die Verbindung von wenig inhaltlicher und struktureller Gestaltungsmöglichkeit im Studium und hohen gesetzten Anforderungen erzeugt massenhaft psychisches Leiden. Also ist es Zeit, sich ernst zu nehmen und von diesem gesellschaftlichen Problem zu berichten, anstelle sich für die angeblich unzureichende Leistungsfähigkeit zu schämen.

Dies heißt auch, daß psychische Befindlichkeit nicht wiederum nur durch Psychisches veränderbar ist, sondern eine wirkliche Verbesserung meiner subjektiven Lebensqualität identisch ist mit der Erweiterung meiner Verfügung über die objektiven Lebensbedingungen, damit auch identisch mit meiner Bündnisbreite, mit der Möglichkeit meines Zusammenschlusses mit anderen.“ – Klaus Holzkamp, „Grundkonzepte der Kritischen Psychologie“.

Denn die eigentliche sinnvolle und menschliche Aufgabe des Studiums ist es, durch wissenschaftliche Tätigkeit gemeinsam mit anderen an der positiven Veränderung der Lebensverhältnisse mitzuwirken. An dieser Entwicklung können wir uns durch die progressive Studienreform beteiligen, hin zu gesellschaftlich eingreifendem, emanzipatorischem Studieren. Die Umwälzung ist begonnen: Viele Restriktionen (Fristen, Anwesenheitszwang, Bereich „Allgemein berufsqualifizierende Kompetenzen“) sind abgeschafft. Als nächster Schritt muss der Inhalt des Studiums neu bestimmt werden. Im UN-Sozialpakt ist dazu in Artikel 13 der Auftrag gefasst, dass Bildung „auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und des Bewußtseins ihrer Würde gerichtet sein muß“, sowie sie „jedermann ermöglichen muß, eine nützliche Rolle in einer freien Gesellschaft zu spielen.“ Während das Studium oft als Last von Leistungspunkte-Lauf und Eltern-Erwartungsdruck erscheint, können wir durch Studienreform, emanzipatorische Bildung und kritische Wissenschaft dazu beitragen, dass aus der Möglichkeit eines menschenwürdigen internationalen Zusammenlebens Wirklichkeit wird. Das ist dann die nützliche Rolle der Studierenden.

Ich möchte Student sein, um mir einmal an Hand einer Wissenschaft langsam klarzumachen, wie das so ist im menschlichen Leben. (…) Mit welchem Resultat könnte man studieren, wenn man nicht es mehr müßte! Wenn man es will! Wenn die Lehre durch weitgeöffnete Flügeltüren einzieht, anstatt durch widerwillig eingeklemmte Türchen, wie so oft in der Jugend!“ – Kurt Tucholsky, „Ich möchte Student sein“.

Flyer als PDF hier

Jun 192014
 

Insbesondere müssen wir uns mit dem Ziel der Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Hochschulsystems befassen“, heißt es in der Bologna-Erklärung verräterisch. Damit ist diese Erklärung im Kontext einer gesamtgesellschaftlichen neoliberalen Entwicklung innerhalb der EU zu sehen, welche die Ziele und Funktionsweisen von Bildung und Wissenschaft gegen heftige Kritik aus den Bildungseinrichtungen stark verändert hat. Am 19. Juni 1999 wurde die Bologna-Erklärung, die EU-weit das Bachelor-Master-System einführte, von den Bildungsministern der EU-Länder unterschrieben. Was sich bereits vor 15 Jahren ankündigte, ist spätestens heute deutlich: Die sogenannte Bologna-Reform ist grundlegend gescheitert!

Es wurde nicht erreicht, was behauptet wurde: Der Austausch und die Mobilität der Studierenden sollten befördert werden, doch Konkurrenz schafft keine Kooperation. Es wurde nicht erreicht, was beabsichtigt war: Billiges Humankapital sollte nach verkürzten Studienzeiten auf den Arbeitsmarkt gespült werden, doch selbst die Arbeitgeber beschweren sich mittlerweile über dieses Studiensystem. Und es wurde nicht erreicht, was gesellschaftlich notwendig ist. Die Fragen, die wissenschaftlich bearbeitet werden müssen, schreien in der aktuellen Krise nach Lösungen: Wie schaffen wir gewaltfreie Konfliktlösung gegen die imperialistische Landnahme, wie aktuell in der Ukraine? Wie errichten wir demokratische Strukturen gegen die Macht des Marktes, damit die Interessen der Menschen und nicht des Profits den Mittelpunkt bilden? Wie lösen wir das Problem der sozialen Ungleichheit, wie überwinden wir die Schuldenbremsen-Politik? Wie lässt sich die permanente Zerstörung der Umwelt aufhalten? Diese Fragen müssen Teil der Wissenschaft und somit des Studiums sein!

An der Uni Hamburg hat die intensive Studienreform einige neoliberalen Instrumente des Ba-Ma-Systems zurückdrängen können: (Modul-) Fristen sind abgeschafft (spätestens im Oktober überall durch das neue Hochschulgesetz), der Anwesenheitszwang ist überwunden, der frühere Bereich „Allgemeine Berufsqualifizierende Kompetenzen“ soll in ein Labor für gesellschaftskritisches Projektstudium genutzt werden, die Prüfungslast wurde reduziert. Die Studienstruktur muss auf die Ermöglichung von emanzipatorischer Bildung ausgerichtet sein, die am Interesse der Menschen anschließt, diese herausarbeitet und erweitert. Es geht also darum, (pädagogische) Verhältnisse zu etablieren, die es tatsächlich ermöglichen, wie Antonio Gramsci schreibt, „die eigene Weltauffassung bewusst und kritisch auszuarbeiten und folglich […], an der Hervorbringung der Weltgeschichte aktiv teilzunehmen, Führer seiner selbst zu sein und sich nicht einfach passiv und hinterrücks der eigenen Persönlichkeit von außen den Stempel aufdrücken zu lassen.“ (Antonio Gramsci: Gefängnishefte.)

In der aktuellen, tiefen Krise kommt es umso mehr darauf an, dass die Hochschulen mindestens Teil – wenn nicht Initiator – von gesellschaftlicher Bewegung für eine soziale Gesellschaft sind. Dafür müssen wir sie in die Lage versetzen. Das Hochschulgesetz muss durch die aktuelle Novelle die „unternehmerische Hochschule“ für immer in die Geschichte verbannen. Die Studienreform muss für kritischen Gesellschaftsbezug mit der Verwertbarkeitsorientierung brechen. Die öffentlichen Mittel der Universität müssen dafür aufgestockt werden.

Der Kampf um die Ausrichtung der Hochschulen ist der Kampf um die Ausrichtung der gesellschaftlichen Entwicklung: Solidarität statt Konkurrenz! Die neoliberale Deformierung kann nur durch eine solidarische Reformierung von unten überwunden werden. Dafür müssen wir uns organisieren und qualifizieren, so dass auf allen Ebenen die neoliberale Doktrin angegriffen und überwunden wird. Vor diesem Hintergrund ist auch ein linker AStA zu bilden, der die Studienreform in diesem Sinne weiter treibt. Außer den Ketten des Bachelor-Master-Studiums haben wir nichts zu verlieren, aber die ganze Universität zu gewinnen.

Sitzung des Akademischen Senats

am 19.06.14, um 14 Uhr c.t., im ESA W Raum 221, mit Diskussion über das Leitbild Lehre

Bürgerschaftssitzung

am 18.06.14 ab 15 Uhr im Rathaus mit der 1. Lesung des HmbHG-Entwurfs

Zur Regionalkonferenz von dielinke.SDS nach Jena

vom 20. – 21.06.14 „Auf zu neuen Ufern – wohin steuert die Uni?“.
u.a. mit Klaus Dörre und Andreas Merkens; www.wohin-steuert-die-uni.de/

Okt 022013
 

 

Herzlich Willkommen im neuen Semester!

Pünktlichst zum Start in die Vorlesungszeit haben wir für euch eine Semesteranfangsbroschüre erstellt, die sowohl für Erstis als auch für höhere Semester einen guten (Wieder-)Einstieg in die aktuellen Auseinandersetzungen in, an und um die Uni ermöglichen soll.

Als Studierende sind wir Teil einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft, in abhängig Beschäftigte und unabhängige Produktionsmitteleigen-tümerInnen. Die Legitimation dieser Spaltung kommt bisweilen aus den Universitäten, anstatt dass diese öffentlich finanzierte wissenschaftliche Institution die großen gesellschaftlichen Fragen beantwortet und Alternativen sowie Lösungsansätze erarbeitet.

Dies werden wir gemeinsam ändern!

Die Broschüre könnt ihr euch hier als PDF herunterladen oder ab nächster Woche im Freiraum eures Vertrauens finden.

Inhaltsverzeichnis

S. 3    Studierendenbewegung und Verfasste Studierendenschaft
S. 3    Strukturen an der Uni
S. 6    Vom Zusammenhang zwischen Bologna, der Studienreform und der Überwindung des Neoliberalismus
S. 10  Was ist Kritische Wissenschaft?
S. 14  Vom Sein oder Nichtsein eines AStA
S. 16  Lampedusa in Hamburg – United we stand

 

Termine und Schwerpunkt unserer Treffen

SDS*-Treffen finden immer montags um 18.30 Uhr im ESA W Freiraum statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Auf jedem zweiten Treffen gibt es abwechselnd einen Input oder eine Textdiskussion (Texte sind spätestens eine Woche vor dem Termin auf unserer Internetseite zu finden) zu einem bestimmten Thema – hier eine Übersicht über unsere Treffen:

14.10.   Semesterauftaktplenum
21.10.  Hochschulpolitik als Gesellschaftspolitik
28.10. Plenum
04.11.  Erfahrungsbericht zur politischen Lage in Griechenland
11.11.   Aktueller Stand zu den Auseinandersetzung zur Novellierung des Hamburgischen Hochschulgesetzes
18.11.  Bürgerkrieg in Syrien – wie stehen die Chancen für eine friedliche Entwicklung?
25.11.  Plenum
02.12. Entfremdungsbegriff bei Marx und die Bedeutung für Heute – Textdiskussion
09.12. Plenum
16.12.  Film und Diskussion zum Thema: 1968 – Bedeutung der Studentenbewegung damals und heute
07.01. Plenum
13.01.  Marxistische Krisentheorie zur Einschätzung der aktuellen Verfasstheit des Kapitalismus – Textdiskussion
20.01. Plenum
27.01.  Traditionelle versus Kritische Wissenschaft in Zeiten der Krise – Textdiskussion
03.02. Plenum
10.02.  Die Notwendigkeit einer Auseinandersetzung mit dem Arbeitsbegriff zur Einschätzung aktueller Verhältnisse – Textdiskussion

 

Nov 222012
 

Geschichte der Hochschuldemokratie

Mittwoch, den 28.11.2012, um 18 Uhr, VMP 6 (Philturm), Hörsaal F

Mit der Gründung der BRD 1949 sollte das Bildungswesen von Grund auf reformiert werden. Die nazistischen und militärischen Lehrinhalte sollten entfernt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hätten auch die Lehrenden und die Hochschuladministration erneuert werden müssen. Das blieb jedoch weitestgehend aus. Ein wesentlicher Ausgangspunkt für die Proteste der StudentInnen der 1960er und 1970er Jahre war die Tatsache, dass noch immer Professoren an der Hochschule unterrichteten, die das schon während der Nazizeit getan hatten. Mit dem Slogan “Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren” riefen sie auch zur Demokratisierung der traditionellen Ordinarienuniversitäten auf. Sie war in die Forderung nach Demokratisierung aller gesellschaftlichen Bereiche eingebettet. In den folgenden Jahren gelang es den Studierenden in mehreren Bundesländern, erweiterte Mitbestimmungsrechte in den Hochschulgesetzen zu verankern. Ziel der Studierenden war es, die Mitbestimmung und Beteiligung aller an der Hochschule vertretenen Gruppen – auch der Studentinnen – zu ermöglichen. Aus den Auseinandersetzungen um die Hochschulreform ging das Hochschulrahmengesetz von 1976; eine “staatlich regulierte und professorenorientierte Gruppenhochschule” hervor.
Zur Verbesserung der sozialen Mobilität wurde der „zweite“ und „dritte“ Bildungsweg ausgebaut. Er ermöglichte die Öffnung der Universitäten für bisher weitgehend ausgeschlossene Arbeiterkinder und vor allem Frauen. Auch dieser Reformeifer ließ Mitte der 1970er Jahre nach. Etwas später wurde Gleichstellungspolitik an den Hochschulen etabliert. Heute wird die erkämpfte Demokratisierung der HS zurückgedreht. Die Frage nach einem integrativen demokratischen Bildungssystem darf nicht aufgegeben werden.

https://www.facebook.com/events/117057465122123/

Die unternehmerische Hochschule

Mittwoch, den 5.12.2012, um 18 Uhr, VMP 9 (Ex-HWP), Raum S 7

Die Bologna-Reform leitete eine Kommerzialisierung des Forschungs- und Lehrbetriebs ein. Damit hielt das Paradigma der Profitmaximierung Einzug in den Hochschulalltag.

Sonja Staack, Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, spricht über die Umsetzung der Bologna-Beschlüsse und deren Auswirkungen.

https://www.facebook.com/events/182373808553909/

Geschichte der Hochschuldemokratie und Bologna-Prozess

Das 2001 von Jörg Dräger und dem CDU-Schill-Senat eingeführte Hochschulgesetz baute die Hochschule um zu einer Institution, die wie ein Unternehmen geführt werden sollte. Also ging es um Effizienz statt Demokratie. Um Drittmittel statt Kritische Wissenschaft. Ein Hochschulrat, der geheim tagt, Richtungsentscheidungen für die Uni trifft und zur Hälfte aus Leuten besteht, die mit der Uni nichts zu tun haben. Entscheidungsstrukturen von Oben nach Unten statt basisdemokratisch von Unten nach Oben. Und eine Fakultätenbildung, die mit wissenschaftlicher, demokratischer und organisatorischer Sinnhaftigkeit wenig zu tun hat.

Als wäre das nicht schon schlimm genug, hat das Bundesverfassungsgericht am 20. Juli 2010 entschieden, dass das Hamburgische Hochschulgesetz (HmbHG) in Teilen sogar gegen die Verfassung verstößt.

Seither hat der Senat, erst schwarz-grün und jetzt SPD, die Aufgabe, dieses Gesetz zu novellieren. Ein erster Entwurf der Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt, der eine Redemokratisierung der Hochschulen vorsah, wurde von der Wirtschaftsbehörde mit dem Hinweis kassiert, die Unis brauchten keine „aus dem politischen Archiv hervorgeholten Vorschläge für mehr Gruppendemokratie“ (taz vom 14.09.12). Dies ist besonders pikant, da mit Frank Horch der ehemalige Chef der Handelskammer nun der Chef der Wirtschaftsbehörde ist und die Handelskammer wiederum als Ghostwriter des Drägerschen Gesetzes von 2001 und gilt.

Aufgrund dieses Machtkampfes innerhalb des Senats verzögert sich die Novelle nun von Monat zu Monat. Laut neuesten Aussagen wird jetzt mit einem Entwurf im Februar 2013 gerechnet.

Damit eine Universität „zur Entwicklung einer humanen, demokratischen und gerechten Gesellschaft beitragen und Frauen und Männern gleichen Zugang zu Bildung und Wissenschaft eröffnen“ betragen kann, wie es im Leitbild der Universität Hamburg heißt, ist es dringen notwenig, die Universität wieder zu einer demokratischen Einrichtung zu machen, in der die verschiedenen Statusgruppen gleichberechtigt und nach dem Subsidiaritätsprinzip die Universität von Unten nach Oben gestalten.

Um uns darüber zu informieren, welche historischen Beispiele von basisdemokratischen Gruppenuniversitäten besonders seit 1968 existierten und welche Hürden in Zeiten von Bachelor-Master-System für eine Redemokratisierung zu nehmen sind, haben wir Gisela Notz und Sonja Staack vom Bund demokratischer Wissenschaftler*Innen eingeladen. Denn aus der Geschichte sollte mensch ja bekanntlich lernen!

Okt 192012
 

Geschichte
Modularisierung, Anwesenheitspflicht, Credit-Points, Bachelor, Master – Alles Begriffe, die heute zentral den Studienalltag von Millionen Studierenden prägen – bis vor einigen Jahren an den Hochschulen aber nicht existierten.
Dieser Artikel möchte euch zeigen, dass der Bologna-Prozess nicht über uns herein gebrochen ist wie ein Gewitter, sondern Ausdruck einer gesellschaftlichen Entwicklung ist, die die Funktionsweise und Logik von Bildung und Wissenschaft fundamental verändert hat. Er ist aber eben auch umkämpft, damals wie heute, und selbstverständlich veränderbar.
Die 68er haben durch ihre Kämpfe gegen die nationalsozialistische Kontinuität an Uni und Staat und für eine Kritische Wissenschaft eine grundlegende Umgestaltung der demokratischen Strukturen an den Hochschulen sowie eine soziale Öffnung des Studiums durchgesetzt. Die Verdoppelung der Studierendenzahl von Mitte der 1970er Jahre bis 1994 wurde allerdings nicht mit einer bedarfsgerechten Aufstockung der Mittel begleitet, sondern die Finanzierung wurde stattdessen eingefroren. Die durch diesen selbst geschaffenen Missstand entstandenen Probleme wurden dann als Argument benutzt, marktförmige Mechanismen im öffentlichen Bildungssystem zu installieren, Drittmittelabhängigkeiten zu erhöhen und die Hochschulen um die künstlich verknappten Mittel konkurrieren zu lassen. So hat sich z.B. das Verhältnis von Grund- zu Drittmitteln in der Forschung von 2:1 im Jahre 1995 auf 0,85 : 1 im Jahr 2008 verschlechtert. (Drittmittel sind Gelder, die nicht aus dem Etat der Hochschulen (Erstmittel) und nicht von staatlichen Stellen bzw. Stiftungen (Zweitmittel) kommen, sondern von Unternehmen oder privaten Geldgeber*Innen)
Dieser wieder erstarkte Marktfundamentalismus, der nach dem Wegfall der „Systemalternative“ 1989 allgegenwärtig war, war auch die treibende Kraft, die Gruppenhochschulen der 68er von der Hochschule als Dienstleistungsunternehmen, das sich im internationalen Wettbewerb beweisen muss, ablösen zu lassen.
Diese gesellschaftliche Entwicklung wurde im Bildungssektor maßgeblich von Akteuren wie dem European Round Table of Industrialists, einer Lobbyorganisation europäischer Großkonzerne, der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft oder dem Centrum für Hochschulentwicklung der Bertelsmann-Stiftung vorangetrieben. Bildung und Wissenschaft wurden als Standortvorteil in der internationalen Konkurrenz verstanden und der Sinn von Unis in der Ausbildung von „Humankapital“ gesehen.
Auf zahlreichen Konferenzen sowohl der Wirtschaft als auch des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung wurde sukzessive dafür geworben, dass u.a. das Studiums unterteilt wird in eine erste Stufe (Bachelor), die die Masse möglichst schnell für einen Beruf qualifizieren soll, und eine zweite Stufe (Master), die zu einer Karriere in Wissenschaft und Forschung befähigen soll.
Bis zur Verabschiedung der Bologna-Erklärung war es aber keinesfalls ein gerader Weg. Während des gesamten Prozesses waren die Reformvorschläge stets umkämpft. So konnte z.B. 1997 durch die bundesweiten „Lucky Streiks“ verhindert werden, dass das vom CDU-Ministerium vorgeschlagene „Credit-Point-System“ mitsamt den Studiengebühren eingeführt wird.
Die Bologna-Erklärung selbst, was oft übersehen wird, sieht keinesfalls zwingend vor, in Bachelor und Master zu unterteilen, sondern spricht stattdessen von zwei Zyklen, die genauso gut Diplom und Promotion hätten bleiben können. Von Modularisierung, Anwesenheitspflicht und Credit-Points steht dort ebensowenig.

Kritik und Möglichkeiten an der Uni Hamburg
Der Bologna-Prozess hat die Hochschulen und das Studium also grundlegend umstrukturiert.
Durch Proteste wie den Bildungsstreik 2009 und der Audimax-Besetzungswelle im Winter 2009/10 wurde die Kritik am Ba/Ma-System und der zunehmenden Neoliberalisierung des Bildungssystems öffentlich stärker wahrgenommen. Auch an der Uni Hamburg hat sich breiter Widerstand formiert, der neben der Kritik des Bestehenden auch aktiv nach positiven Lösungs- und Entwicklungsmöglichkeiten sucht. Dazu zählt die Konferenz „Schöne neue Bildung?!“, die im Sommer 2010 an der Fakultät für Erziehungswissenschaften, Psychologie und Bewegungswissenschaften stattfand. Auf der Konferenz, die mitgliedergruppenübergreifend organisiert wurde, das heißt von Studis, Uni-Mitarbeiter*Innen und Professor*Innen, wurde sich mit Vorträgen, Diskussionen und Workshops mit der Frage auseinandergesetzt was Bildung eigentlich für die Gesellschaft bedeutet und was die Uni für eine gesellschaftliche Aufgabe hat. „Wie kann [die Uni also] – gegen den neoliberalen Zeitgeist – weiterhin ihrem Auftrag zur Mitgestaltung einer humanen, toleranten und friedlichen Welt gerecht werden?“ (Zitat aus dem Buch „Schöne neue Bildung?!“, das im Anschluss der Konferenz im transcript-Verlag erschienen ist)

Die daraus folgende Kritik an der zunehmenden Verschulung und des Konkurrenzdruckaufbaus durch das Ba/Ma-System wurde weiter geschärft und in den Gremien dieser Universität vertreten. Nach längeren Auseinandersetzungen fand dann im April 2012 ein Dies Academicus mit dem Titel: „Bologna 2.0 – Wie wollen wir in Hamburg studieren? an der Uni Hamburg statt. (“Dies Academicus” ist ein Tag, an dem keine Vorlesungen stattfinden und sich stattdessen uniweit mit einem Thema auseinandergesetzt werden kann oder eine Vollversammlung stattfindet)

Da haben wir uniweit zu verschiedenen Teilaspekten des Bologna-Prozess diskutiert und einige Verbesserungen festgeschrieben. Die gilt es jetzt umzusetzen und vor allem weiterzuentwickeln. Auch wenn in den Medien immer öfters propagiert wird, dass der Bologna-Prozess in vielen Teilen gescheitert sei und die Arbeitgeber sich über die unzureichenden Abschlüsse beschweren, es bestehen immer Möglichkeiten des Widerstands und der progressiven Verbesserung! Denn eine grundlegende Studienreform ist dringend notwendig!

Dafür müssen unter anderem folgende Punkte realisiert werden:

1. Module weg! Für die freie Seminarwahl!
Module fassen mehrere Veranstaltungen zu einem sogenannten Baustein zusammen, alle Bausteine aufeinander gestapelt ergeben dann einen Bachelor-Abschluss. Module lassen also keine interessegeleitete Seminarwahl zu, sondern geben vor, welche Veranstaltungen gemeinsam belegt werden müssen. Weiter ist der Lehrinhalt in diesen Modulen festgezurrt und lässt so wenig neu entwickelte Erkenntnisse zu.

2. Anwesenheitszwang weg! Für ein würdiges Miteinander!
Wir sind alle an der Uni, weil wir lernen, lehren und forschen wollen. Die Anwesenheitskontrollen entwürdigen nicht nur die Kontrollierten, sondern ebenso auch die Kontrollierenden. Dass Bildung nur durch Zwang möglich sei, ist ein viel zu veraltetes Bildungsverständnis, das endlich mal für immer und ewig verbannt werden sollte. Für einen kooperativen Umgang muss die Kontrolle weg, also muss der Anwesenheitszwang in allen Veranstaltungen abgeschafft werden.

3. Prüfungen grundlegend überdenken!
6 Klausuren am Ende jedes Semesters? Dazu noch Hausarbeiten? Viele sprechen vom Bulimie-lernen. Aus eigener Erfahrung können wir sagen: Von den unzähligen Mutiple-Choice-Klausuren bleibt nicht viel hängen. Darüber hinaus bleibt es beim nur Auswendiglernen von Bestehendem, anstatt als das kritische Hinterfragen zu verinnerlichen. Die Prüfungssituationen müssen abgeschafft werden zu Gunsten einer kooperativen Vereinbarung zwischen Studis und Lehrenden, wie wann wo und was zu prüfen ist, bei der alle Beteiligten etwas lernen können.

4. Fristen weg! Für ein lebenslanges Studieren
Modulfristen, die festlegen in welchen Zeitrahmen ein Modul belegt und abgeschlossen werden muss, erhöhen den Zeitdruck. Nicht die Erlangung neuer Erkenntnisse und das kritische Hinterfragen des Bestehenden stehen im Mittelpunkt des Studiums, sondern vielmehr das erfolgreiche Bestehen von (Modul-)Prüfungen. Damit sich etwas ändert, müssen als erster Schritt die Fristen abgeschafft werden, damit Studierenden bewusst studieren
können und nicht gehetzt werden.

5. ABK weg! Für eine Verwissenschaftlichung des Studiums!
ABK bedeutet: “Allgemein berufsqualifizierende Kompetenzen”, was das sein soll, weiß auch niemand so genau. Die Studierenden sollen auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden, auf dem es zu wenig Arbeitsplätze gibt. Wir werden also auf Konkurrenz- und Profilkampf getrimmt. Da wird völlig außen vorgelassen, dass erstens der kapitalistische Arbeitsmarkt ganz schön in der Krise steckt und zweitens die Arbeitswelt nicht immer so bleiben muss, wie sie gearde strukturiert wird. Wir sollten viel mehr diskutieren, wie wir den Arbeitsmarkt verändern und wie die Produktionsmittel in die Hände der Arbeiter*Innen gelangen.
Geht in Eure Fachschaftsräte, organisiert Euch für Verbesserungen, lasst Euch für die Gremienarbeit aufstellen und wählen, bildet und äußert Kritik und positive Veränderungen!

Trotz allem Druck von vielen Seiten: Du musst nicht nach 6 Semester mit Deinem Bachelor-Studium fertig sein. Wir sind es auch nicht. Fachschaftsratarbeit und Gremienarbeit kannst Du Dir beispielsweise bestätigen und Dir beim BAFöG anrechnen lassen: zwei Semester Gremientätigkeit = ein Semester länger BAFöG. Für weitere Tipps und Tricks sprich Deinen Fachschaftsrat an oder komm zu unseren wöchentlichen Treffen.

Weitere Lektüre zu diesem Thema:
✗ Nicole Gohlke/Florian Butollo: „Hochschule im Kapitalismus“, Hamburg, 2012
✗ Informationsbroschüre der FSRK: hier