Listenvorstellung

ES MUSS ANDERS WERDEN, WENN ES GUT WERDEN SOLL!

Globales Zusammenleben in Freiheit, Gleichheit, Solidarität ist not-wendig und längst möglich. Mit wachsender Produktivität, entwickelter Kultur, kollektiver Klugheit und weitreichenden Ambitionen schaffen die Vielen, also wir alle, den gesellschaftlichen Reichtum, der jetzt schon reicht für ein menschenwürdiges Leben für Alle. Erstarkende soziale Bewegungen weltweit zeugen von dieser humanen Perspektive: In ausgreifenden Streiks für bessere Arbeit von Neu Delhi bis Berlin, in Demokratisierungen wie bei der Verfassungsreform in Chile, im Kampf um humane Gesundheit und Bildung auf und mit Cuba, bei ICAN für eine zivile Welt ohne Atomwaffen, zur Lösung der Klimakrise mit einem Green New Deal, bei BlackLivesMatter und NiUnaMenos für die Gleichheit aller Menschen, mit dw&co enteignen. Die Internationale erkämpft das Menschenrecht! Dagegen sind Mangel und Armut mit repressiver Gewalt und einschüchternden Mythen politisch hergestellt, weil Wenige sich die gesellschaftlichen Reichtümer privat aneignen. Wir müssen und können alles ändern, damit es gut werden kann.

Die Welt ist im Umbruch. Die aktuell tiefgreifende Krise straft die alte Gesellschaft Lügen. Doch als Ablenkung davon für Verbesserungen gemeinsam aktiv zu werden, soll die Schuld an der Misere, nach neoliberaler Manier, gesteigert aggressiv den Einzelnen in die Schuhe geschoben werden. Konkurrenz und Konformität sind Nährboden für extrem rechte Kräfte. Ein gefährliches Unterfangen! Dagegen sind erste Verbesserungen offenkundig – und liegen in unseren Händen: Aufklärende und involvierende Hygiene- und Impfkampagnen (weltweit: Patente freigeben!), öffentlicher Ausbau des Gesundheitsbereichs, sicherere Arbeits- und Lebensbedingungen, Luftfilter überall, in sozial offenen Bildungs- und Kultureinrichtungen, und sowieso Stopp aller Kriegshandlungen und humane Aufnahme von Geflüchteten! Die Durchsetzung all dessen bedarf der entsprechend dafür engagierten Persönlichkeiten. Die Krise besteht gerade darin, dass diese Möglichkeiten nicht ausgeschöpft und weiterentwickelt werden. Uns aus dem Elend zu erlösen können wir nur selber tun!

Die Geschichte ist nicht zu Ende! Entgegen den neoliberalen Einreden, der Mensch sei eine egoistische und a-gesellschaftliche Konkurrenzbestie, wird deutlich: Die Menschheit rund um den Globus ist eng miteinander verflochten. Diesen Zusammenhang bewusst kooperativ zu gestalten ist menschlich. Weil wir gesellschaftliche Wesen sind, die sich und einander erkennen und entwickeln können. Niemand muss kleingeistig und konkurrenzhaft gemacht werden bzw. bleiben. Wissenschaft und Bildung, emanzipatorisch und kooperativ unternommen, können befreiende Sprengkraft haben, denn der sanften Gewalt der Vernunft kann auf Dauer nicht widerstanden werden (Brecht: Leben des Galilei). Der Austritt aus der Vereinzelung belebt! Um aus dieser Möglichkeit gemeinsam Wirklichkeit zu machen, engagieren wir uns:

Uni als Revolutionärin: sozial und kulturell offen belebt!

Wir können in und als Hochschule Quelle der Analysen und Aufklärung, sowie Verwirklichung dieser fortschrittlichen Möglichkeiten sein, entsprechend umkämpft ist hier Inhalt, Arbeit und Organisation. Mit dem Aufbruch von 1968 ist im Kreuznacher Hochschulkonzept formuliert und verbunden: „Wissenschaft wird als solidarische Bemühung von Menschen in methodisch ausgewiesener und zielbewußter Erkenntnisarbeit gegen die Irrationalität der natürlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse unternommen, damit die Erde als der einheitlich gemeinsame Lebensraum einer brüderlichen Menschheit in Frieden bewohnt und mit Vernunft genutzt wird.“ Diese Potentialität besteht weiter! Wir können sie gemeinsam wahrnehmen, mit Austritt aus und Reform der Bachelor-Master-Quälerei zur Bildung mündiger Persönlichkeiten, im Kampf um gute soziale Bedingungen mit Ausbau des Studierendenwerks und BAföG für alle als Vollzuschuss, im demokratischen Wirken für die Uni zur Realisierung der ‚Sustainable Development Goals‘ entgegen kapitalkonformer Top-Down-Strukturen. Die Wiederöffnung der Uni ist so durchgesetzt. Jetzt kann sie wiederbelebt werden – mit Präsenz, Kultur, Protest und solidarischer Bezugnahme.

Schuldenbremse streichen!

„Alles, was wir tatsächlich zustande bringen, können wir uns leisten.“, sprach der Humanökonom John Maynard Keynes im Jahr 1942 in seiner Ansprache „Zur Frage der Finanzen“ im BCC, und weiter: „Wir sind unermesslich reicher als unsere Vorfahren. Unser gemeinsames Handeln müsste schon von irgendwelchen Spitzfindigkeiten und Irrtürmern beherrscht sein, wenn wir uns bei den Verschönerungen des Lebens so viel geiziger erweisen als jene.“ Heute gilt also umso mehr: Massive Investitionen in Bildung, Wissenschaft, Kultur, Gesundheit, Infrastruktur und Arbeit sind – gerade jetzt – das einzig realistische Programm zur Belebung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung. Dafür Schuldenbremse streichen! Damit der Sozialstaat ausgeweitet, Infrastruktur sozial-ökologisch ausgebaut, Wirtschaft demokratisiert und Beschäftigungsprogramme aufgelegt werden können, statt weiter Banken zu bedienen. Der New Deal der 1930er Jahre in den USA ist dafür ermutigendes Beispiel. International solidarisch: Schluss mit Austerität!

Für zivilen Hafen und Friedenswissenschaft!

Von Hamburg soll nur Frieden in die Welt ausgehen! So wurde es in der Präambel der Landesverfassung als Konsequenz aus dem Ende des Zweiten Weltkriegs vereinbart: „[Die Freie und Hansestadt Hamburg] will im Geiste des Friedens eine Mittlerin zwischen allen Erdteilen und Völkern der Welt sein.“ Die Uni Hamburg möchte dazu beitragen. So besteht ihr Auftrag in der Grundordnung „zur Mitgestaltung eines sozialen und demokratischen Rechtsstaates und einer friedlichen und menschenwürdigen Welt“. Dieses Vermächtnis ist bis heute gemeinsame Motivation, gegen verschärfte kriegerische Handlungen für Abrüstung, zur Auflösung der NATO, zur Stärkung der UNO und den Stopp der Rüstungsexporte über den Hamburger Hafen. Wir wirken für ausgreifende Friedenswissenschaft, damit zur Völkerverständigung sowie zu rein zivilen Zwecken gearbeitet wird. So ist Wissenschaft frei, das Grundgesetz zu verwirklichen: Art. 1 Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Im antifaschistischen Bündnis: Erinnern heißt Kämpfen!

Am 8. Mai 1945 realisierte eine weltumspannende Allianz der Humanität die Befreiung vom deutschen Faschismus und Weltkrieg, und setzte ein Denkmal: Antifaschismus, im solidarischen Bündnis unternommen, wirkt und bezwingt die (faschistische) Barbarei. Darum muss der 8. Mai zum Feiertag werden – zur Erinnerung und umfassenden Realisierung der Konsequenzen und Hoffnungen aus 1945, u. a. im Potsdamer Abkommen als Denazifizierung, Demilitarisierung, Dezentralisierung und Demokratisierung aller Lebensbereiche gefasst. An der Uni können wir dafür unser humanistisches, antifaschistisches Erbe gegen rechte Hetze, Spaltungen und Kleinmachereien heben, im tätigen Erinnern, mit Umbenennung von Hörsälen, Plätzen und Straßen nach Antifaschist:innen und mit demokratischer Bildung von Geschichtsbewusstsein: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Gemeinsam fürs & im echten Leben wir sehen uns dort!

Als SDS* (Sozialistisch-Demokratischer Studierendenverband) sind wir für die progressiven Aufgaben unserer Zeit organisiert. Wir engagieren uns in sozial- und friedenspolitischen sowie antifaschistischen Bündnissen, in Gewerkschaften, in der Partei DIE LINKE, in der Linksjungend [’solid], im bundesweiten Studierendenverband Die Linke.SDS, in Fakultätsräten, Fachschaftsräten und im Studierendenparlament.

Im Akademischen Senat wirken wir im Bündnis für Aufklärung und Emanzipation (BAE!): www.bae-hamburg.de Wöchentliches SDS*-Treffen: Montags, 19 Uhr, kontakt@sds-uhh.de, www.sds-uhh.de


Plenum : Montags 19 Uhr, kontakt[at]sds-uhh.de

Für den AKADEMISCHEN SENAT kandidieren wir mit dem BAE! in diesem Jahr auf: Liste 2 !

Für die Wahl zum Studierendenparlament: LISTE 15