Apr 252017
 

Von Dienstag, den 25. April 2017, bis Donnerstag, den 27. April 2017, findet die Wahl zum Referat für internationale Studierende (RiS) statt.
Zur Wahl stehen dieses Jahr zwei Listen. Die Grundrichtung und Qualität des RIS ist somit umstritten. Es ist wichtig, sich über die Programme und Kandidierenden zu informieren. Das könnt Ihr am besten während der Wahl rund um die AStA-Räume tun.
Der Ort der Wahl ist vor dem AStA-Info-Café (WiWi-Bunker, Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg). Dort steht die Wahlurne. Sie ist an jedem Tag der Wahl zwischen 11 Uhr und 16 Uhr geöffnet. Die Wahl findet auf Grundlage der Wahlordnung des RIS statt:
„Das aktive und passive Wahlrecht besitzen alle immatrikulierten Studierenden der Universität Hamburg, die einen Migrationshintergrund haben oder die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Als Nachweis der Wahlberechtigung ist eine gültige Matrikelnummer vorzulegen. Sie wird in der Regel über den Studierendenausweis nachgewiesen.“
Um einen Eindruck davon zu bekommen, worum es beim RiS geht, könnt ihr auch in den Rechenschaftsbericht des RiS-Teams von Februar 2016 bis April 2017 schauen: hier

Es kandidieren dieses Jahr auf Liste 1 das linke “Bündnis Freiheit, Gleichheit, Solidarität”, die derzeit das RIS stellen, und auf Liste 2 die sog. “Gruppe ohne Grenzen”.

Kandidaturen Liste 1: Aliou, Alexey, Arda, Chiaffredo, Fjolla, Irina, Miriam, Golnar, Gunhild und Olesya

Kandidaturen Liste 2: Dustin, Navid, Waseem

Hier findet ihr das Kurz-Programm der Liste 1 (die Langfassung gibt’s hier):

Kurzprogramm zur Wahl des Referats für internationale Studierende (RIS)

International, solidarisch, studentisch

Die Gegensätze in der Welt sind sehr groß: Krieg, Not und Unterdrückung sind Folgen profitgieriger Politik. Weltweit wächst der Widerstand dagegen. In den USA, Brasilien, Russland, in der Türkei oder hier: „Movement“ für eine menschenwürdige Welt gibt es überall.

Kritische Wissenschaft und demokratische Bildung sind wirksam für gerechten Frieden und ein re­spektvolles, produktives Miteinander. Sie sind das Kontra zu den Lügen, die am Beginn von Krieg, Verfolgung und Rassismus stehen. Die Studierendenschaft in Hamburg – einer Stadt mit Menschen aus über 180 Ländern – hat da große Bedeutung. Wir setzen uns ein für:

Wissenschaft, die gut finanziert ist und nur friedlichen Zwecken dient („Zivilklausel“)
die Kampagne „Gemeinsam statt G20“ für eine solidarische Politik statt elitärer Herrschaft,
Frieden, Antifaschismus und Antirassismus

und machen dafür Bündnisse in der Stadt und Uni.

Damit mehr „internationale“ Studierende sich mit uns engagieren, machen wir im „RIS“ wöchentli­che Treffen und organisieren Veranstaltungenzur Fluchtursachen, zur Solidarität gegen die Austeri­tätspolitik in Europa oder zu progressiven (studentischen) Bewegungen.

Beratung und gemeinsame Interessenvertretung

Wir machen im „RIS“ Beratung für alle „internationalen“ Studierenden. Das ist nicht nur Hilfe im Ein­zelfall. Es gibt an der Uni tausende Studierende ohne deutschen Pass oder mit Migrationshinter­grund. Für alle müssen die Bedingungen und Strukturen politisch, sozial und rechtlich durch gemeinsames Engagement verbessert werden. Wir kämpfen zum Beispiel:

für eine unbeschränkte Arbeits- und Aufenthaltserlaubis für die Dauer des Studiums,

gegen die „8.800-Euro“ Nachweispflicht,

für ein Recht auf BAföG für alle Studierenden – egal aus welchem Land.

Deutsch als Fremdsprache (DaF) und kritische Integration

Sprache ist ein wichtiges Lebens-Mittel! Die DaF-Lehre soll wirklich lebendige, interdisziplinäre Beschäfti­gung mit Sprache, Literatur, Geschichte und Landeskunde sein. Wir setzen uns u. a. ein für

DaF als eigenständigen wissenschaftlichen Bereich in der Germanistik,

ausreichend finanzierte und feste Stellen für die DaF-Lehre,

kostenlose Deutsch-Intensivkurse für Studienanfänger und geflüchtete Studieninteressierte.

Solidarität mit Geflüchteten

Es geht um: Bekämpfung der Fluchtursachen und Wissenschaft als Aufklärung für Menschenrecht und Frieden. Und es geht darum, dass sich Flüchtlinge und nicht Geflüchtete gemeinsam engagieren. Zum Beispiel für

Fluchtursachen, Flucht, Migration und Inklusion als wichtigen Inhalt in Studium und Forschung,

den Ausbau und die qualitative Verbesserung von uhh hilft,

für das uneingeschränkte Recht auf Asyl und gute soziale Bedingungen für alle Menschen. Außer­dem unterstützen wir studentische Initiativen wie das Refugee Welcome Café.

Studienkolleg reformieren!

Das Studienkolleg gleicht einer konservativen gymnasialen Oberstufe. Die Studierenden organisieren sich zunehmend für Veränderung. Aus dem RIS unterstützen wir:

die Aufklärung und Gegenwehr gegen Willkür und Diskriminierung durch Lehrende,

die Stärkung der Kurs- und Kollegsprecher*inn*en für echte Mitbestimmung,

das Engagement für eine Unterrichts- und Prüfungsreform, die akademischen Ansprüchen und der Vielfalt der Studierendenschaft am Kolleg gerecht wird

Wir! Für eine Kultur der Verständigung!

Das Bündnis Freiheit  Gleichheit  Solidarität sind linke Studierende aus vielen Ländern an der Uni Hamburg. Gegen Konkurrenz und Isolation wirken wir für Frieden weltweit und für soziale und kultu­relle Entfaltung. Dabei stehen der Zugang zur Hochschule sowie demokratische Bildung und kritische Wissenschaft im Mittelpunkt.

An den Hochschulen in Deutschland ist die studentische Interessenvertretung von Studierenden politisch erkämpft und demokratisch organisiert. Sie ist unabhängig von Staat und Universitätslei­tung. Alle Studierenden können mitwirken: im Alltag, in Fachschaftsräten, auf Vollversammlungen, im Studierendenparlament und im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Für Studierende mit Migrationshintergrund und ausländische Studierende ist dabei das „Referat für internationale Stu­dierende“ (RIS) im AStA die spezifische Interessenvertretung.

Unsere wöchentlichen Treffen sind offen (Kontakt siehe unten).

Hoch die internationale Solidari­tät!